City Tour: Christian Nyampete – “A Flower Garden”

Was haben der Clara-Zetkin-Park, die Stadtbibliothek oder der Zoo mit Kolonialismus zu tun? Im Rahmen der Ausstellung "A Flower Garden of All Kinds of Loveliness Without Sorrow" von Christian Nyampeta begeben wir uns mit der Galerie für Zeitgenössische Kunst auf eine (post-)koloniale Spurensuche in Leipzig. Treffpunkt GfZK

Collect | Fotografie Ausstellung von Michael Jalaru Torres

Galerie KUB

|| English version below || Im April 2019 bekamen Aboriginal Familien der Yawuru Community aus dem westaustralischen Broome menschliche Gebeine ihrer Vorfahren aus den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zurück. Die zurückgeführten Vorfahren wurden zum Wohle europäischer Perlenhändler ausgebeutet und versklavt. In der Fotoserie Collect, die erstmalig in Deutschland in der Galerie KUB gezeigt wird, thematisiert der Fotograf und Designer Michael Jalaru

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City Tour: Christian Nyampeta – „A Flower Garden”

Was haben der Clara-Zetkin-Park, die Stadtbibliothek oder der Zoo mit Kolonialismus zu tun? Im Rahmen der Ausstellung "A Flower Garden of All Kinds of Loveliness Without Sorrow" von Christian Nyampeta begeben wir uns mit der Galerie für Zeitgenössische Kunst auf eine (post-)koloniale Spurensuche in Leipzig. Treffpunkt GfZK

Postkoloniale Reflektionen. Zur Zukunft von Objekten

GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig

In den vergangenen Jahren ist das Bewusstsein dafür gewachsen, dass die Institution Museum auf einem schwierigen Erbe aufbaut. Viele Sammlungen sind durch koloniale Sammelpraktiken zustande gekommen und das Selbstverständnis des europäischen Museums beruht auf der problematischen Idee, die Welt ausstellen zu wollen. Das gilt in besonderem Maße für ethnologische Museen. Welche Schlüsse können wir daraus für die Zukunft ziehen? Wie

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Roundtable: Postcolonial reflections. On the future lives of objects

GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig

mit Dr. Wazi Apoh (University of Ghana / Department of Archeology and Heritage Studies, Legon), Stefanie Bach (GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig, Deutschland), Dr. El Hadji Malick Ndiaye (Université Cheikh Anta Diop de Dakar / Institut Fondamental d’Afrique Noire, Senegal), Greer Valley (Freie Künstlerin und Kuratorin aus Durban, Südafrika) Moderation: Claudia Rauhut (AG Leipzig Postkolonial) Die Veranstaltung war Teil

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Die lange und weite Reise der Perlentaucher_innen aus Westaustralien. Zur Rückführung menschlicher Gebeine aus Sachsen an australische Aborigines-Communities

Wächterstraße 30

Wie kam es dazu, dass die sterblichen Überreste von versklavten Perlentaucher_innen nach Dresden kamen? Warum hat es so lange gedauert, bis ihre Nachfahren diese nun beerdigen können? Was war dafür notwendig? Am 15. April 2019 gab der Freistaat Sachsen menschliche Gebeine von Angehörigen der Yawuru und Karajarri aus Westaustralien an die Herkunftsgemeinschaften zurück. Bei den Gebeinen handelte es sich um

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Grassi unterwegs: Kulturbüro Franz Sodann

Wahlkreis-Kulturbüro Franz Sodann (Die Linke), Leipzig

Gespräch und Film: Rückgabe von geraubten Gebeinen aus Sachsen nach Hawaii Im Herbst 2017 fand die erste Rückgabe von menschlichen Gebeinen aus Sachsen statt. Birgit Scheps-Bretschneider arbeitet in der Provenienzforschung der Völkerkundemuseen in Sachsen und war maßgeblich an dieser Restitution beteiligt. Sie erzählt über den langen Prozess der Rückführung nach Hawaii. Ein dabei entstandener Kurzfilm wird gezeigt. Gemeinsam mit GlobaLE

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Postkoloniale und postsozialistische Spuren des Erinnerns und Vergessens am Beispiel Cottbus

linXXnet

Noch immer prägen Kolonialismus und Sozialismus die Verhältnisse, Praktiken und Wissensformen der Gegenwart. Koloniale und postsozialistische Kontinuitäten können dabei nicht nur hinsichtlich ihrer Parallelen, sondern auch hinsichtlich ihrer Verflechtungen betrachtet werden. Anhand ausgewählter Erinnerungsorte in der Stadt Cottbus verfolgen wir im Vortrag postkoloniale und postsozialistische Spuren und Abwesenheiten. Die Bedeutung der kolonialen und sozialistischen Geschichte ist bisher wenig im kollektiven

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Vertragsarbeit in der DDR – ein Gespräch mit Ibraimo Alberto

Regionalbüro "GRÜNER Raum am Kanal" Leipzig (Bündnis 90/Die Grünen)

Offiziell waren Vertragsarbeiter_innen, die ab den 1960er Jahren in die Deutsche Demokratische Republik kamen, "Freunde", die hier eine Ausbildung erhalten sollten, um anschließend beim Aufbau ihrer Heimatländer, den sozialistischen Bruderstaaten zu helfen. Die Wirklichkeit sah jedoch ganz anders aus. Wir sprechen mit Ibraimo Alberto, einem ehemaligen Vertragsarbeiter aus Mosambik, über rassistische Erfahrungen, enttäuschte Erwartungen und bis heute anhaltende Schwierigkeiten.

Rassismus in der DDR – Vortrag von Max Wegener (AG Leipzig Postkolonial)

Kopfsalat, Gorkistraße 135

Die DDR verstand sich als ein antifaschistischer, antikolonialer Staat. Doch was hieß das in der Praxis? Konnte es in einem solchen Staat Rassismus und kolonial geprägte Weltbilder geben? Ich möchte in meinem Vortrag den kolonialen Kontinuitäten innerhalb Ostdeutschlands nachspüren, aber auch einen Blick auf die DDR-Außen- und Entwicklungspolitik werfen und anhand der Situation der Vertragsarbeiter_innen aus den „sozialistischen Bruderstaaten“ einige

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Leichen im Keller. Human Remains aus kolonialen Kontexten

Wahlkreis-Kulturbüro Franz Sodann, Mariannenstraße 101, 04315 Leipzig

Noch tausende von menschlichen Gebeinen aus ehemaligen Kolonien liegen in deutschen Institutionen, auch in Sachsen. Aktuelle Restitutionsanfragen für die sterblichen Gebeine von Vorfahren in sächsischen Völkerkundemuseen kommen u.A. aus Australien, Aotearoa Neuseeland, Namibia, Tansania und Nordamerika. In der Veranstaltung stellt Isabelle Reimann die Rolle von Postkolonialgruppen und anderen Akteur_innen der „Zivilgesellschaft“ bei den vergangenen Restitutionen in den Fokus. Auf Grundlage

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Gedenken an Patrice Lumumba

Lumubastraße 4, 04105 Leipzig

Am 17. Januar jährt sich zum 58. Mal das von den USA und Belgien organisierte Attentat auf Patrice Lumumba, den ersten frei gewählten Premierminister des unabhängigen Kongo. Patrice Lumumba war der erste in einer langen Reihe von Leitfiguren von Befreiungsbewegungen, die mutmaßlich unter Beteiligung von westlichen Geheimdiensten ermordet wurden (z.B. Thomas Sankara, Ruben um Nyobé, Felix Moumié u.v.a.) Als intellektuelle

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