»Auf den Schwingen der Kolonialbewegung zum Missionserfolg« – Die Rolle christlicher Missionen in den deutschen Kolonien

Die Rolle christlicher MissionarInnen während der deutschen Kolonialzeit ist angesichts ihres andauernden Engagements in den ehemaligen Kolonien des Deutschen Reichs ein heikles Thema. Die problematische Zusammenarbeit der MissionarInnen mit der Kolonialverwaltung wird heute kaum noch ernsthaft bestritten – obgleich die Aufarbeitungsbemühungen der beteiligten Orden und Gesellschaften noch sehr zurückhaltend sind.(1) Die Debatte um Mission und Kolonialherrschaft bewegt sich zwischen zwei Polen: Die einen betrachten Mission und Kolonialismus als zwei Seiten derselben schrecklichen Medaille und stellen die Kirche als dienstbeflissene Helferin der Kolonialregierung dar(2); die anderen weisen auf die humanitären Leistungen der MissionarInnen sowie auf die intellektuelle Bildung der indigenen Bevölkerung hin, die in vielen Fällen zu politischer Emanzipation und letztlich zur Unabhängigkeit der Kolonien geführt habe.(3) Die folgenden Ausführungen sollen die Hintergründe dieser Debatte beleuchten und außerdem dazu beitragen, dass die heute gern vergessene Kolonialgeschichte der Deutschen stärker in das gesellschaftliche Bewusstsein rückt. Das Thema Mission ist untrennbar mit diesem Zeitabschnitt verbunden – nicht nur, weil deutsche Kolonisierung und intensive christliche Missionierung zeitlich zusammenfielen.(4)

Geschichte der deutschen Mission

Christianisierung war schon früh ein entscheidendes Motiv westlicher Eroberungen. Beispiele sind die katholischen Mächte Spanien und Portugal im 16. und 17. Jahrhundert sowie etwas später die protestantischen Königreiche Holland, England und Dänemark.(5) Das Zeitalter des Rationalismus versetzte dem westlichen Missionsgedanken einen Dämpfer, doch um 1800 entwickelte sich eine neue, von England ausgehende protestantische Missionsbewegung, die auch Deutschland erfasste.(6) Das katholische Missionswesen wies damals, entsprechend der insgesamt geschwächten katholischen Kirche(7), nicht dieselbe Euphorie und Stärke auf wie das protestantische. Um 1815 erfuhr auch der katholische Missionsgedanke eine Wiederbelebung, die von Frankreich ausging. Wegen des Kulturkampfs zwischen der preußischen Regierung und der katholischen Kirche gab es im Deutschen Reich jedoch bis in die 1880er Jahre kaum Niederlassungen katholischer Missionsorden.(8) Da sie aber bereits in den neu erworbenen deutschen Kolonien Missionsstationen unterhielten und Reichskanzler Bismarck auf eine rein nationale Mission pochte, verlegten auch die katholischen Orden letztlich ihre Niederlassungen ins Deutsche Reich.(9)

Entstehung der Kolonialmission

Die deutschen Missionsgesellschaften beider Konfessionen sahen ihren Auftrag zunächst nicht auf die deutschen Kolonien beschränkt. Der katholischen Kirche war eine national ausgerichtete Mission wegen ihres universalkirchlichen Charakters fremd; die ProtestantInnen – obwohl obrigkeitskonform organisiert – fürchteten im ersten Moment eine Instrumentalisierung seitens der Kolonialadministration sowie die Verweltlichung und Nationalisierung des protestantischen Missionswesens.(10) Damit sind aber vor allem die älteren protestantischen Missions­gesellschaften gemeint, die schon vor der deutschen Kolonialzeit existierten. Mit dem Eintritt des Deutschen Reichs in die Reihe der Kolonialmächte 1884/85 entstanden einige neue protestantische Missionsgruppen, die eindeutig kolonialistische Züge trugen und für ein enges Bündnis zwischen Mission und Kolonialstaat warben.(11) Nach anfänglichem Zögern entschieden sich auch die älteren Missionsgesellschaften aus verschiedenen Gründen für eine nationale Mission: Zum einen gewährleistete die Kolonialmacht ein sicheres Arbeitsumfeld, zum anderen sorgte die allgemeine patriotische Euphorie über das Erstarken des Deutschen Reichs auch in Missionskreisen für wachsenden Nationalismus.(12)

Anders bei der katholischen Mission: Katholische Orden hatten bereits vor 1884/85 von Frankreich aus MissionarInnen in die nun deutschen Gebiete entsandt. Um im Zuge der Konsolidierung der deutschen Herrschaft über die ostafrikanischen Gebiete nicht vertrieben zu werden, richteten die betroffenen Orden deutsche Niederlassungen ein, was auf die Zustimmung der Reichsregierung stieß.(13) Der Eintritt der KatholikInnen in die Kolonialmission geschah also mehr aus pragmatischen Erwägungen heraus als aufgrund zunehmender nationaler Gesinnung. Trotzdem gilt für beide Konfessionen, dass der deutsche Erwerb von Kolonien in der Bevölkerung für ein gesteigertes Interesse an der Mission sorgte. Die MissionarInnen profitierten also nicht nur von der verbesserten Sicherheitslage; sie konnten außerdem die missionsbegeisterte deutsche Öffentlichkeit zu mehr Unterstützung der Missionstätigkeit bewegen.(14) Wohl aufgrund dieser Vorteile hat sich keine einzige Missionsgesellschaft wegen ethischer Bedenken dem fragwürdigen Bündnis mit dem Kolonialismus verweigert.(15)

Während die katholische Mission die Vorteile der Zusammenarbeit mit der Reichsregierung nutzte, um über Deutschland hinaus an Stärke zu gewinnen, konzentrierten sich die ProtestantInnen zunehmend auf die Kolonien und fassten ihren Missionsauftrag als »nationale Ehrenpflicht« (Gustav Warneck) auf. Ihr Nationalbewusstsein wuchs derart, dass sie sogar eine vollständige Nationalisierung ihrer Mission erwogen – wenn auch nur bis zum Verlust der deutschen Kolonien.(16)

Missionstätigkeit in den deutschen Kolonien

Die meisten deutschen Missionsgesellschaften begannen mit ihrer Tätigkeit in den deutschen Überseegebieten erst während der deutschen Kolonialherrschaft. Der Schwerpunkt lag dabei auf den afrikanischen Besitzungen, weshalb sich die folgenden Ausführungen auf die vier Kolonien des afrikanischen Kontinents beziehen.(17) Das primäre Ziel der MissionarInnen war nicht die Kulturmission, sondern die Bekehrung der lokalen Bevölkerung und die Gründung von Kirchengemeinden. Da aber für Missionare dieser Epoche eine direkte Verbindung zwischen Christentum und westlicher Kultur und Lebensführung bestand, war eine kulturunabhängige Missionierung nahezu unmöglich.(18) Neben der Glaubensverkündung widmeten sich die deutschen MissionarInnen dem Aufbau von Bildungseinrichtungen, wo besonderer Wert auf Gehorsam und Disziplin gelegt wurde. Missionsplantagen wurden angelegt, wo Missionszöglingen ein europäisches Arbeitsverständnis antrainiert wurde. Die deutschen MissionarInnen setzten sich zudem für die medizinische Versorgung der Bevölkerung ein und unterstützten die Menschen in Krisenzeiten.(19) Das missionarische Engagement dieser Ära war ein bizarres Gemisch aus hilfreichen, karitativen Tätigkeiten und rigorosen Umerziehungsmaßnahmen, die geprägt waren von einem oft rassistischen Überlegenheits­denken und Paternalismus der weißen MissionarInnen.(20) Dieses Missionsverständnis kam der deutschen Kolonialverwaltung durchaus entgegen, denn die in den Missionsgebieten geförderten Eigenschaften wie Gehorsam, Disziplin und Arbeitseifer erleichterten die koloniale Herrschaft sowie die wirtschaftliche Ausbeutung der Bevölkerung durch deutsche Unternehmen. Die missionarische Schulbildung vermittelte der afrikanischen Bevölkerung Kenntnisse, die sie auf einen späteren Dienst in der Kolonialverwaltung vorbereiteten. Außerdem machte eine Sozialisierung durch die MissionarInnen Rebellionen der lokalen Bevölkerung gegen die weiße Herrschaft unwahrscheinlicher.(21)

Im Großen und Ganzen bemühten sich Kolonialstaat und Mission um ein für beide Seiten fruchtbares Miteinander. Denn die Missionen brauchten den starken, mitunter militärischen Arm des Staates, um in den Gebieten nicht den Angriffen lokaler Gruppen zum Opfer zu fallen.(22) Der Kolonialstaat wiederum hatte bald die Nützlichkeit der »Kulturmission« der MissionarInnen erkannt und honorierte ihre Bemühungen mit finanziellen Vergünstigungen, Landschenkungen und 1913 sogar mit einer Nationalspende für die Missionen beider Konfessionen.(23) Der große Landbesitz der Missionsstationen in Ostafrika(24) ist dabei besonders problematisch: Die Besteuerung der lokalen Bevölkerung durch die Kolonialverwaltung zwang die Menschen zu Lohnarbeit. Eine (unter-)bezahlte Beschäftigung fanden sie unter anderem auf den Ländereien der Missionen, die mit Plantagen und Landverpachtung ihre Stationen finanziell absicherten. So ergänzten sich koloniale und missionarische Absichten in diesem Punkt optimal; man profitierte jeweils von der anderen Seite.(25) So sah die Mehrheit der MissionarInnen still zu bei Kolonialverbrechen wie dem Krieg gegen die Maji-Maji-Bewegung 1905 – 07 in Ostafrika oder beim Völkermord an den Herero 1904/05 im Südwesten. Das zeugt von einem unkritischen und kollaborativen Verhalten der deutschen Missionsgesellschaften gegenüber dem Kolonialstaat.(26)

Es gab auch Gegensätze und Konflikte zwischen Mission und Kolonialverwaltung, die das Bild der Mission als bloße Gehilfin der deutschen Kolonialherrschaft relativieren. Insbesondere im Schulwesen gab es Reibungspunkte, die sich auf die Sprachenfrage und die Unterrichtsinhalte bezogen. Hier wehrten sich die MissionarInnen am häufigsten gegen eine Instrumentalisierung durch den Kolonialstaat und verteidigten ihren religiösen Auftrag, der Unterricht in den jeweiligen Muttersprachen sowie schwerpunktmäßig Religionsunterricht vorsah.(27) Viele Missions­angehörige kritisierten auch, dass sich die deutschen Unternehmen und die SiedlerInnen, vom Staat unbehelligt, skrupellos und ausbeuterisch gegenüber der lokalen Bevölkerung verhielten. Damit brachten sie die Kolonialverwaltung in einigen Fällen zum Einlenken, wie beispielsweise die Leipziger Missionsgesellschaft im Kilimanjaro-Gebiet. Die Basler Mission(28) in Kamerun scheute sich am wenigsten, Kritik am Verhalten der Kolonialverwaltung zu üben. Der Missionsgesellschaft ging es dabei vor allem um die Misshandlung und Enteignung der Bevölkerung durch die Kolonialherren. In diesem Fall wirkte das missionarische Engagement zweifellos mäßigend auf die koloniale Herrschaft der Deutschen.(29)

Folgen der Missionstätigkeit

Dass das missionarische Engagement die deutsche Kolonialherrschaft insgesamt und nachhaltig humanisiert habe, kann trotz einzelner wirksamer Vorwürfe der Missionen an die Kolonialverwaltung nicht behauptet werden. Die Angriffe der MissionarInnen bezogen sich in der Regel nicht auf das koloniale System an sich, sondern meist auf Einzelpersonen oder Einzelsituationen. Eine grundsätzliche Kritik am kolonialen Vorgehen war den Missionen des imperialistischen Zeitalters nicht möglich; dafür bestand für sie ein zu enger Zusammenhang zwischen europäischer Machtausbreitung und christlicher Glaubensverkündigung.(30) Auf dem Gebiet westlicher Schulbildung haben christliche MissionarInnen in vielen Fällen den Grundstein gelegt.(31) Allerdings geschah dies nicht um der Bildung willen, sondern vorrangig, um der Bevölkerung die christliche Lehre näher zu bringen und sie zu erziehen – zu Disziplin, Gehorsam und Lohnarbeit. Das Niveau wurde bewusst niedrig gehalten, da die MissionarInnen fürchteten, bei ihren SchülerInnen »falsche Emanzipationsbestrebungen« zu schüren.(32) Erst in den 1920-er Jahren, also bereits nach der deutschen Kolonialherrschaft, unternahmen Missionen und Kolonialstaat gemeinsame Anstrengungen in Richtung höherer Schulbildung.(33) Und obwohl es nicht die missionarische Absicht gewesen war, wurden aus vielen MissionsschülerInnen später UnabhängigkeitskämpferInnen, die in den christlich-abendländischen Bildungsinhalten ihr Werkzeug für den Befreiungskampf entdeckten.(34)

Die medizinische und karitative Hilfe der Missionen hat ohne Zweifel Not gelindert, und sozial-ethische Motive waren dabei oft ausschlaggebender als missionsstrategisches oder koloniales Denken.(35) Trotzdem ist Fanons Warnung vor der Entfremdung, die ein missioniertes und kolonisiertes Volk erfährt, immer mitzudenken. Überzeugt von der Überlegenheit der christlichen Kultur gingen die MissionarInnen der Kolonialära rigoros gegen die angeblichen »sittlichen Defekte« der afrikanischen Bevölkerung vor und zerstörten dabei deren kulturelle und soziale Strukturen. Horst Gründer zufolge gebot die Missionstheorie zwar die Schonung der einheimischen Kulturen – in der Praxis aber betrieben die reichsdeutschen MissionarInnen »unduldsamen Kulturimperialismus«.(36) Dieser Kulturimperialismus hat Wunden und Traumata in den missionierten Gesellschaften hinterlassen, die es bei der Erinnerung an die Kolonialverbrechen nicht zu vergessen gilt.

  • (1) Vgl. Horst Gründer: Christliche Mission und deutscher Imperialismus 1884 – 1914. Schöningh: Paderborn 1982, S. 12 – 13. Auf den Websites und in den Publikationen der wichtigen Missionsgesellschaften und -orden wird zwar auf die unglückliche Verbindung von Mission und Kolonialismus hingewiesen, aber diese Hinweise wirken verharmlosend, wenn man sie mit den faktenorientierten Darstellungen von Horst Gründer oder Thorsten Altena vergleicht.
  • (2) Vgl. Frantz Fanon: Die Verdammten dieser Erde. Rowohlt: Reinbek 1969, S. 32: »Aber die triumphierenden Kommuniqués der Missionen geben in Wirklichkeit über die Entfremdungsfermente Auskunft, die man in das kolonisierte Volk eingeführt hat. Ich spreche von der christlichen Religion, und kein Mensch hat das Recht, sich darüber zu verwundern. Die Kirche in den Kolonien ist eine Kirche von Weißen, eine Kirche von Ausländern. Sie ruft den kolonisierten Menschen nicht auf den Weg Gottes, sondern auf den Weg des Weißen, auf den Weg des Herrn, auf den Weg des Unterdrückers.«
  • (3) Vgl. Niels-Peter Moritzen: Werkzeug Gottes in der Welt. Leipziger Mission 1836 – 1936 – 1986. Verlag der ev.-luth. Mission: Erlangen 1986, S. 7; sowie Gründer: Mission und Imperialismus, a.a.O., S. 11.
  • (4) Vgl. Gründer: Mission und Imperialismus, a.a.O., S. 323 – 324; sowie Jürgen Becher: »Ora et labora? Evangelische Missionen und ihr Ringen um Erziehungs- und Disziplinierungsstrategien in der Kolonie Deutsch-Ostafrika«. In: van der Heyden, Ulrich/Becher, Jürgen (Hg.): Mission und Moderne. Rüdiger Köppe Verlag: Köln 1998, [S. 21 – 38], S. 23.
  • (5) Vgl. Gründer: Mission und Imperialismus, a.a.O., S. 19.
  • (6) Vgl. ebd., S. 20 – 21.
  • (7) Vgl. ebd., S. 47. Die Französische Revolution und die umfassenden Säkularisationen unter Napoleon hatten die katholische Kirche um ihre weltliche Macht und um einen Großteil ihres Vermögens gebracht.
  • (8) Vgl. ebd., S. 46 – 47.
  • (9) Vgl. ebd., S. 61 – 67; außerdem Heinrich Berger: Mission und Kolonialpolitik. Die katholische Mission in Kamerun während der deutschen Kolonialzeit. Neue Zeitschrift für Missionswissenschaft: Immensee 1978, S. 27 – 28.
  • (10) Vgl. Thorsten Altena: »Ein Häuflein Christen mitten in der Heidenwelt des dunklen Erdteils«. Zum Selbst- und Fremdverständnis protestantischer MissionarInnen im kolonialen Afrika 1884-1918. Waxmann Verlag: Münster 2003, S. 28 – 29; außerdem Becher: »Ora et labora?«, a.a.O., S. 26; sowie Gründer: Mission und Imperialismus, a.a.O., S. 26.
  • (11) Vgl. Altena: »Ein Häuflein Christen«, a.a.O., S. 27 – 28; sowie Gründer: Mission und Imperialismus, a.a.O., S. 36 – 46. Die wichtigsten Kolonialpropagandisten unter den protestantischen MissionarInnen waren Friedrich Fabri, Carl Peters, Pfarrer Distelkamp, Carl Gotthilf Büttner, Alexander Merensky und M. Ittameier. Gustav Warneck und Friedrich Michael Zahn waren ihre gemäßigten Gegenspieler.
  • (12) Vgl. Gründer: Mission und Imperialismus, a.a.O., S. 26.
  • (13) Vgl. ebd., S. 46 – 61.
  • (14) Zur Missionsbegeisterung vgl. Altena: »Ein Häuflein Christen«, a.a.O., S. 15, 26; zur zunehmenden Unterstützung vgl. Gründer: Mission und Imperialismus, a.a.O., S. 36, 43.
  • (15) Vgl. Altena: »Ein Häuflein Christen«, a.a.O., S. 31 – 32; sowie Gründer: Mission und Imperialismus, a.a.O., S. 326 – 328.
  • (16) Vgl. Gründer: Mission und Imperialismus, a.a.O., S. 79.
  • (17) Vgl. ebd., S. 27 – 46, 61 – 79; sowie Altena: »Ein Häuflein Christen«, a.a.O., S. 13.
  • (18) Vgl. Becher: »Ora et labora?«, a.a.O., S. 24 – 25; sowie Gründer: Mission und Imperialismus, a.a.O., S. 336 – 337.
  • (19) Zum Schulwesen vgl. Gründer: Mission und Imperialismus, a.a.O., S. 364 – 366; zur Plantagenarbeit vgl. ebd., S. 242 – 244; zu Gesundheit und Krisenhilfe vgl. ebd., S. 350 – 352.
  • (20) Vgl. Altena: »Ein Häuflein Christen«, a.a.O., S. 415. Ein Hinweis auf die paternalistische Haltung der MissionarInnen ist die häufige Verwendung von Possessivpronomina, wenn sie über »ihre« Heiden sprachen, und auch die explizite Gleichsetzung von Einheimischen mit Kindern spricht für sich. Bei MissionarInnen der Evangelischen Missionsgesellschaft für Deutsch-Ostafrika (EMDOA) finden sich rassistische Äußerungen wie »völlig unterentwickelte [N*]« oder »arme, geringe Schwarze«, und Sammelbüchsen in Gestalt von »Missions[n*]« fanden sowohl in den Heimatregionen der Missionsgesellschaften als auch im Missionsgebiet selbst Verwendung. Vgl. Altena: »Ein Häuflein Christen«, a.a.O., S. 145 – 152.
  • (21) Vgl. ebd., S. 415 – 416; sowie Becher: »Ora et labora?«, a.a.O., S. 31 – 37; als auch Gründer: Mission und Imperialismus, a.a.O., S. 329 – 331.
  • (22) Vgl. Gründer: Mission und Imperialismus, a.a.O., S. 322 – 324.
  • (23) Vgl. ebd., S. 236, 329 – 332; sowie Altena: »Ein Häuflein Christen«, a.a.O., S. 31.
  • (24) Die Missionen beider Konfessionen verfügten gemeinsam über etwa ein Viertel der privaten Pflanzungsgebiete in Ostafrika, was sie laut Gründer »zum größten privaten Grundbesitzer Ostafrikas« machte. Vgl. Gründer: Mission und Imperialismus, a.a.O., S. 236.
  • (25) Vgl. Altena: »Ein Häuflein Christen«, a.a.O., S. 64; außerdem Hans-Joachim Niesel: Kolonialverwaltung und Missionen in Deutsch Ostafrika. Dissertation: Berlin 1971, S. 218.
  • (26) Vgl. ebd., S. 36 – 37, 63 – 64.
  • (27) Vgl. Becher: »Ora et labora?«, a.a.O., S. 29 – 32; sowie Gründer: Mission und Imperialismus, a.a.O., S. 96.
  • (28) Die Basler Missionsgesellschaft galt als deutsche Mission, weil ihr wichtigstes Hinterland in Baden und Württemberg lag. Sie nahm außerdem 1885 an der Alldeutschen Missionskonferenz in Bremen teil und verstand sich deshalb offenbar selbst als den deutschen Missionsgesellschaften zugehörig. Vgl. Gründer: Mission und Imperialismus, a.a.O., S. 30 – 31.
  • (29) Vgl. Altena: »Ein Häuflein Christen«, a.a.O., S. 43-44.
  • (30) Vgl. ebd., S. 31-32; außerdem Gründer: Mission und Imperialismus, a.a.O., S. 321 – 322, 347 – 348; sowie Berger: Mission und Kolonialpolitik, a.a.O., S. 293, 299.
  • (31) Vgl. Johannes Triebel: »Missionsschule«. In: Jacob E. Mabe (Hg.): Das Afrika-Lexikon. Peter Hammer Verlag/Metzler Verlag: Wuppertal/Stuttgart 2004, [S. 404-405], S. 405.
  • (32) Vgl. Gründer: Mission und Imperialismus, a.a.O., S. 364-366.
  • (33) Vgl. John Iliffe: Geschichte Afrikas. C.H. Beck: München 2003, S. 299.
  • (34) Vgl. Gründer: Mission und Imperialismus, a.a.O., S. 369 – 371.
  • (35) Vgl. Gründer: Mission und Imperialismus, a.a.O., S. 350 – 352.
  • (36) Vgl. ebd., S. 336 – 339; sowie Berger: Mission und Kolonialpolitik, a.a.O., S. 341-342.